Neues zum Kampf der LeiharbeiterInnen bei VWN

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Mit spektakulären Aktionen hatten im Frühjahr Beschäftigte der konzerneigenen Leiharbeitsfirma Wolfsburg AG bei VW Nutzfahrzeuge Hannover-Stöcken (VWN) auf sich aufmerksam gemacht: selbstorganisiert, an den Strukturen ihrer Gewerkschaft IG Metall vorbei (die DA berichtetete). Spätestens mit ihrem Hungerstreik gewannen sie auch bundesweite Aufmerksamkeit. Ihre Forderungen zielten dabei nicht nur auf eine

Länger atmen lohnt sich

In den letzten Monaten gab es weltweit eine erneute Welle von Arbeitskämpfen und Fabrikbesetzungen. Die Kämpfe bei Ssangyong in Südkorea, bei Ford-Visteon (siehe DA194) und Vestas in England sowie in zahlreichen französischen Fabriken haben für Aufsehen gesorgt. Einer der langwierigsten dieser Konflikte war die Besetzung der Maschinenbaufabrik INNSE in

Das Langweiligste der Welt

Debatten über gesellschaftliche Transformationsstrategien stehen wieder hoch im Kurs. Vor allem die non-parlamentarische Linke bricht langsam mit dem gewohnten Unisono und macht sich tastend auf die Suche. Betriebliche und soziale Kämpfe, die Ökonomie als Kampffeld und Klassenfragen rücken immer mehr in den Mittelpunkt und lösen den narzisstischen Ansatz einer Politik

Beschäftigte als Datenträger

Nach den Enthüllungen über die Ausforschung von Beschäftigten bei der Telekom und der Deutschen Bahn wurde im April 2009 bekannt, dass auch der Airbus-Konzern die Bankverbindungen seiner 22.000 Angestellten in Deutschland von 2005 bis 2007 flächendeckend ausgeforscht hat. Auch von dem skandalträchtigen Unternehmen Lidl wurden weitere arbeitnehmerfeindliche Praktiken auf

„… aktiv werden ohne den Mythos von einer Revolution mit großem Feuer“

Fred, Du wirst im September auf Deutschland-Tournee gehen. Wir haben den Eindruck, dass generell nur sehr wenige französischsprachige Künstler Lust haben, hier aufzutreten? Es gibt seit langem ein ziemliches Missverständnis zwischen Frankreich und Deutschland. Die Franzosen haben sehr lange nicht gelernt, eine andere Sprache zu benutzen. Mit Französisch konnten

Trabi auf Touren

Ob sich die Landesvertretung von Rheinland-Pfalz das so vorgestellt hat, als sie das Chawwerusch-Theater für den 07.10.2009 in den Gutenberg-Saal ihrer Berliner Landesvertretung einlud? Ausgerechnet aus der Heimat des Propheten der „blühenden Landschaften“ kommt das Theaterkollektiv, das nun den Zuschauern nach 20 Jahren Mauerfall einen Spiegel vorhält. Die Handlung1 ist

Nach Utopia

Unser lieber Freund und Genosse Christian Enders starb am 3. Juli 2009 an Herzversagen. Seine aufrichtige Menschlichkeit und seine Liebe zur Freiheit werden uns immer in schöner Erinnerung bleiben. Christian wurde 1971 in Lübeck geboren. Sein unbändiger Freiheitsdrang war elementarer Bestandteil seiner Persönlichkeit. Schon in seiner Jugend war er

Zahlen, bitte!

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„Unterschichtenarmee“ 35% der Bundeswehrsoldaten stammen mittlerweile aus den neuen Ländern (bei 20% Anteil an der Gesamtbevölkerung). Als Gründe dafür gelten die mangelnden Jobperspektiven in Ostdeutschland.   Ost-West-Differenz Jeder zweite Ostdeutsche sieht enorme Unterschiede beim Lebensniveau von West und Ost. Als „Bundesbürger“ fühlen sich gerade mal ein Viertel.  

Versammlungsgesetz weiter außer Kraft

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Das Bundesverfassungsgericht verlängerte im August die Suspendierung bedeutender Teile des bayrischen Versammlungsgesetzes von 2008. Gegen grundlegende Bürgerrechte verstößen u.a. die umfassende Mitwirkungspflicht des Versammlungsleiters, die Bußgeldkompetenzen sowie die Dokumentationsbefugnisse der Polizei. 13 Organisation, darunter Gewerkschaften, hatten Klage eingereicht, nachdem Proteste keine Wirkung gezeigt hatten (DA berichtete). Der Urteilsspruch soll im September fallen. Derweil lässt der von CSU und

Stillhalten lohnt sich nicht

Ganz leise, fast unmerklich setzt auch 2009 das Wahlkampfgetöse ein. Wie in jedem großen Wahljahr. Und vielleicht war die Veröffentlichung des IAQ-Reports Anfang Juli der erste Paukenschlag: In jüngster Vergangenheit stieg die Zahl der Geringverdiener um 350.000 an. Das heißt: immer mehr ArbeiterInnen geraten in einen Morast, in dem