Ackern im Reaktorwasser

In vielen Ländern nutzt die Atomindustrie Leiharbeit, um die Gewinnspannen zu erhöhen und nicht die Folgekosten von Berufskrankheiten zahlen zu müssen. So werden in Japan Obdachlose für die gefährlichsten Arbeiten eingesetzt (siehe DA Nr. 206: Strahlender Kapitalismus), während in Frankreich ein Heer von 30.000 „Nuklearnomaden“ von Reaktor zu Reaktor reist.

Struggle – Nachrichten von der Klassenfront

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China: TaxifahrerInnen streiken zum wiederholten Mal in diesem Jahr In zum Teil gewaltsamen Auseinandersetzungen entlud sich die Wut tausender TaxifahrerInnen aus der Sechs-Millionen-Stadt Hangzhou in der Provinz Zhengzhou und dem nahe gelegenen Shanghai. Steigende Spritpreise, staatliche Regulierung und die restriktive und ausbeuterische Politik der Taxiunternehmen sind Auslöser des Konfliktes. Der Arbeitskampf

Masel Tov für Riot Dog!

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Der Vorgänger des „Protesthundes Louk“ wurde Kanellos („Zimt“) genannt. Ein berüchtigter revoltierender Hund des Umbruchs und der Auflehnung, der im Athener alternativen Viertel Exarchia umherstreunte. Gehetzt von Hundefängern, jedoch von StudentInnen und LebenskünstlerInnen beschützt und bis zum Ende gepflegt. Arthritis und das Alter von 17 Jahren ließen ihn, so wird

Was geht ab?

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„Das bisherige Krisenmanagement war bemüht“, so schreiben Soziologen des Max-Planck-Instituts Köln Mitte August 2011 in der FAZ, „Krisen durch Verlagerung der Probleme auf eine höhere Ebene mit größerem Vertrauensreservoir ‚aufzuheben’. Die Banken wurden von den Staaten gerettet; die kleinen Staaten von den großen. Diese Strategie kommt jetzt an ihr Ende.“

Gesichter der Revolte

Als der aktuelle Krisenzyklus 2007/2008 seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte, wunderten sich emanzipatorische Kräfte über ein Ausbleiben der Proteste. Lediglich jene, die sich mit ökonomischen Prozessen beschäftigten, blickten erwartungsvoll nach China und Indien. Und in der Tat: Die Zahl der Streiks in China stieg frappant. Einen vorläufigen Höhepunkt erreichte die Streikwelle im

Hausverbot im Jobcenter

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Ein Jahr lang darf Peter B., 47 Jahre alt, das Jobcenter Berlin-Neukölln nicht mehr betreten. Ihm wird vorgeworfen, er habe den Geschäftsablauf des Amtes gestört und seinen Sachbearbeiter bedroht. Peter B. dementiert: Er habe lediglich mit der flachen Hand auf den Tisch gehauen, nach der ihm abermals eine Weiterbildung zum Veranstaltungsfachwirt verweigert hatte. Das Amt

Sektenführer in der Motorrad-Gang

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Eine Menge mediale Aufmerksamkeit kam dem Konflikt der schwedischen SAC mit dem Gastrobetrieb Berns in Stockholm zu. Seit Beginn der Blockade im Februar 2010 (siehe dazu DA Nr. 201: Kollektiv gegen die Mafia) wurden die SyndikalistInnen immer wieder Ziel diverser Verleumdungskampagnen, bei denen sie insbes. mit der Mafia verglichen werden.

Der große Bruder schaut dich an

Weitere Details des Überwachungsskandals von Dresden Am 19. Februar hatten ca. 20.000 Menschen gegen einen der größten Naziaufmärsche Europas und den deutschen Opfermythos in Dresden demonstriert. Dabei wurden die TeilnehmerInnen systematisch ausgehorcht und überwacht. 896.000 Gespräche und SMS-Mitteilungen wurden von der Polizei ausgewertet (die DA berichtete). Mittlerweile musste der damalige Polizeipräsident, Dieter Hanisch, wegen des Überwachungsskandals sein Amt räumen

Aufgelesene Bruchstücke eines Mosaiks

Bunt, grell schimmernd, pompös und kalt professionell waren sie, die drei langen bundesrepublikanischen Gedenkjahre, die nun hinter uns liegen. Inspiriert durch die hektische und emotional verflachte Bilderwelt des Privatfernsehens prasselten die immer gleichen, längst bekannten Geschichten anlässlich der 20. Jahresfeiern zu Mauerfall und „Wiedervereinigung“ 2009 und 2010 vom Firmament staatlicher

Unter Deutschen

Deutschland klopft sich auf die Schulter. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise seien hier kaum spürbar. Im Gegenteil: die Wirtschaft melde Konjunktur und neue Arbeitsplätze. Kanzlerin Merkel behauptet sogar, Deutschland stünde „so gut wie lange nicht“ da. Während in anderen Ländern soziale Kämpfe aufbrachen, gilt die BRD als Hort des sozialen Friedens.