Gewerkschaft von Unten

DA: Was waren die Ziele der ägyptischen ArbeiterInnenbewegung vor dem 25. Januar 2011? Die ägyptischen ArbeiterInnen hatten vor der Revolution zahlreiche Forderungen – hauptsächlich sozioökonomischer Natur. Die meisten waren nicht erfüllt worden und wurden im Lauf der sich entwickelnden Revolution wieder aufgegriffen. Seit dem historischem Streik bei der „Misr Textile Company“

Catwalk

Erst kommt das Fressen... ...dann kommt die Moral. So ließ Brecht in den 1920ern, nach Hyperinflation und kurz vor der Weltwirtschaftskrise, in seiner „Dreigroschenoper“ materialistisch ätzen. Genau 80 Jahre später kam es weltweit zu den „Food Riots“ – eine Folge u.a. des grünen Traums nachhaltiger Mobilität. Im globalen Süden landen Lebensmittel

Mit Essen spielt man nicht!

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Eigentlich ist es eine profane Mahlzeit, wenn kenianische Frauen den traditionellen „Ugali“, einen Maisbrei, kochen und mit saurer Dickmilch oder Gemüse servieren. Was aber passiert, wenn die Regierung Kenias zu Beginn der Saison den Mais in den Export gibt, um ihn nun wieder teuer zu importieren? Simpler Maisbrei wird zum

Depressiv und ausgebrannt

Burn-Out ist „Volkskrankheit“ und Depression kein Tabuthema mehr. In der Krise steigen die Symptome einer ausgebrannten Bevölkerung. In Wirtschaft und Krankenkassen wird derweil über Präventionen gesprochen – Abfertigung durch mehr Therapien bei deutlich geringerer Behandlungszeit. Hoher Frauenanteil bei psychischen Erkrankungen und Frühverrentungen Immer mehr Menschen werden aufgrund psychischer Erkrankungen frühverrentet. Im Jahre

Faule Früchte zu hohen Preisen

Steigende Mieten seien ein positives Zeichen, erklärte Berlins Regierender Klaus Wowereit Anfang des Jahres. Sie stünden für eine gute wirtschaftliche Entwicklung. In der Hauptstadt der Prekarität stoßen solche Äußerungen auf wenig Gegenliebe. Für den Großteil der Bevölkerung bedeuten steigende Mieten nur zweierlei: Verdrängung und weiterer Verzicht. Angesichts rasant steigender Mieten

Wer das Brot bezahlt und wer den Abwasch macht

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Das traditionelle Bild der Geschlechterrollen ist einfach und klar: Der Ehemann geht einem festen Beschäftigungsverhältnis mit entsprechenden Sozialleistungen nach, die Ehefrau und Mutter leistet im Gegenzug die unbezahlte Hausarbeit und kümmert sich um die Kinder. Auch wenn dieses „männliche Ernährermodell“ schon lange nicht mehr die einzige Möglichkeit ist, Paarbeziehungen und

Precarium Perpetuum Mobile

Ein Kollege berichtet, in einem Spätkauf zu einem Minilohn bis zu 60 Stunden die Woche gearbeitet zu haben. Über die Arbeitsbedingungen in solchen Läden hört man vielfach nichts Gutes. Was also steckt genau hinter der „Späti“-Industrie? Fakt ist: Es ist ein äußerst prekärer Wirtschaftsbereich. Nicht nur Minilöhne und undurchsichtige Arbeitsverhältnisse

Gewerkschaften im Krieg

200 Kampfpanzer nach Saudi-Arabien, Mercedes-Panzertransporter nach Libyen und U-Boote nach Israel – deutsche Waffen sind ein weltweiter Verkaufsschlager. Die deutsche Rüstungsbranche kann sich seit 2005 rühmen, die Bundesrepublik hinter den USA und Russland auf Platz drei der waffenexportierenden Länder gebracht zu haben. Sogar ganze Waffenfabriken werden exportiert. Gleichzeitig streitet Deutschland

Di Schwarzi Chatz

Vor mittlerweile bald drei Jahren entschloss sich die damals einzige FAU-Ortsgruppe in der Schweiz, die FAU Bern, ihren SympathisantInnen und Mitgliedern die DA im Abonnement anzubieten, da es sonst schwierig war an gedruckte Nachrichten und Hintergrundansichten aus schwarzroter Sicht zu kommen. Dies war vor allem ein unhaltbarer Zustand, da es

Keine Glückssache

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Der Hersteller für Geldspielgeräte „Bally Wulff“ aus Berlin ist seit einigen Jahren dabei, die Produktionsstätte in eine Denkfabrik zu verwandeln. Seit Jahren findet eine „Umstrukturierung“ statt. Die DA bat Markus, der sich derzeit mit der FAU Berlin im Konflikt mit Bally Wulff befindet, seine Geschichte zu schildern. Die Druckerei, in