Perspektiven gewinnen: Organisierte Nachbarschaften und Föderationen Hand in Hand!

Zielstellung libertärer Nachbarschaftsarbeit ist es, wirtschaftlichen und sozialen Selbstschutz, Gewinnung von Handlungsmacht, emanzipatorische Umstrukturierungen und Selbstorganisation in allen Bereichen zu befördern, die die Nachbarschaft berühren. Dieser Artikel folgt dabei vier Hauptthesen: 1. Die sozialen Interaktionen und Bereiche, die sich räumlich in Wohnung und Nachbarschaft abspielen, sind im Kampf gegen Armut und

Patriotische Betriebsräte?! Wie „Ein Prozent“ und „Zentrum Automobil“ gewerkschaftliche Kämpfe ausnutzen

Es ist ein tristes Ambiente, in dem im September 2017 das Treffen des „Zentrum Automobil e.V.“ stattfindet. Und würde sich nicht zu den holzgetäfelten Wänden, den schweren Vorhängen und den säuberlich aufgereihten Bierkrügen ein aus Styropor gefertigtes Logo der rechtsextremen Vernetzungs- und Finanzierungsorganisation „Ein Prozent“ gesellen, es würde wenig darauf

Ein Streik, der Amazon weh tut?

Schon vor Monaten hatten diverse Akteur*innen begonnen die Kampagne #MakeAmazonPay ins Leben zu rufen. Daran beteiligt waren internationale Zusammenhänge wie die Transnational Socialstrike Plattform, in der sich seit Jahren auch Beschäftigte von Amazon u.a. aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Polen begegnen. Auch viele Gruppen des libertär-kommunistischen Bündnisses „ums Ganze!“ waren

Kommentar: Blockaden bei Amazon nur mit Rückhalt in der Belegschaft

Das System Amazon ist pervers: Die Arbeiter*innen in den großen Logistikzentren des Weltkonzerns sind einer kraftraubenden Arbeitsverdichtung und Arbeitshetze ausgesetzt, die krank macht. Während die Kolleg*innen tagtäglich Kilometer zurücklegen, werden sie durch das digitale Waren-Tracking rund um die Uhr überwacht. Nach jedem Umweg, jeder Verschnaufpause müssen die Arbeiter*innen damit rechnen,

Drei Jahre Pegida, drei Jahre Belagerungszustand – Teil2

Der 3. Pegida-"Geburtstag" war rein quantitativ eine Schlappe. Nur 2500-2800 Teilnehmende kamen auf das rechtsradikale Event. Mutmaßlich war dafür das Wetter verantwortlich und das Gefühl vieler Pegidist*innen der Kampf werde nun erstmal im Parlament weitergeführt. Manch bürgerliches Medium indes nahm den Fakt zum Anlass, um zu frohlocken und Pegida einen

Drei Jahre Pegida, drei Jahre Belagerungszustand – Teil 1

Eingangs sei erwähnt: Es gibt gute Gründe, warum die Presse nicht mehr über jede Pegida-Demonstration berichtet. Was dabei nicht vergessen werden darf, ist jedoch, dass Pegida weiterhin alle ein bis zwei Wochen mit 1000 – 2000 Anhänger*innen mehrere Stunden demonstriert. Damit toppt diese rechtsradikale Bewegung auch nach drei Jahren einen

Digitaler Arbeitsdruck

Gerade im Bundestagswahlkampf ist es wieder zu hören: Die Digitalisierung bietet Chancen. Auch die DGB-Gewerkschaften betonen gerne Positives: „Die technischen Möglichkeiten, dezentrale Steuerungsprinzipien etwa, haben etwas potenziell Emanzipatorisches. Zum Beispiel beim altersgerechten Arbeiten, in der qualifizierten Gruppenarbeit in neuen – für den Beschäftigten positiven – Spielarten in der Mensch–Maschine-Kommunikation“, sagt

Ein Klima der Gerechtigkeit

Ich habe mich am 24. August in einen Bus der Grünen Jugend Niedersachsen gesetzt, um mich dem Camp und den Ende Gelände Aktionstagen anzuschließen. Zu den Hintergründen: Das Rheinische Braunkohlerevier ist mit über 900 km² das größte der drei Braunkohlereviere in Deutschland und das größte Tagebaurevier in Europa. Auch mit ihrer Gesamt-CO2

Was die Standortpolitik des DGB mit der AfD zu tun hat

„Sozialstaat? Braucht Grenzen!“ Mit diesem Motto wirbt die AfD im Bundestagswahlkampf. Im Wahlprogramm der Rechtspopulist_innen wird der Zusammenhang zwischen Sozialstaat und Flüchtlingspolitik so formuliert: „Die Stabilisierung der Sozialsysteme erfordert bei einer schrumpfenden und alternden Bevölkerung besondere Anstrengungen. Unsere begrenzten Mittel stehen deshalb nicht für eine unverantwortliche Zuwanderungspolitik, wie sie sich