Autonome 1. Mai-Demo in Wuppertal: ”Für die soziale Revolution”

DA: Hallo zusammen, erzählt doch zum Einstieg mal kurz, was dieses Jahr in Wuppertal rund um den 1. Mai in Planung ist? Ulrike: Hallo, auch dieses Jahr werden wir wie immer mit unserer autonomen 1. Mai Demo in Wuppertal auf der Straße sein. Zum 32. Mal nun schon. Die Demo startet

Shame on you, Deliveroo!

Es geht  bei diesem Aktionstag um Solidarität mit einem jeweils aktuellen Arbeitskampf und „gegen Union Busting und Ausbeutung“[ref]Aktionsbündnis Arbeitsunrecht[/ref]. Welches Unternehmen diesen Preis gewinnt, wird vorher in einer Online-Abstimmung entschieden. Am 13. April ist es also wieder so weit. Dieses Mal hat der britische Fahrradessens-lieferdienst Deliveroo das Rennen gemacht, knapp vor

Feministische Demonstration zum Frauengefängnis Chemnitz

Vergangenen Sonntag fand in Chemnitz eine feministische Demonstration mit etwa 250 Teilnehmenden statt. Aufgerufen hatte die Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO), sowie Basisgewerkschaften der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiterunion (FAU), sowie feministische Gruppen. Die Veranstaltung war eingebettet in eine Aktionswoche rund um den Frauenkampftag am 8. März und sollte ein Schlaglicht auf die

„Lass uns machen, was wir wollen“

Egal ob in der Familie, am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Raum, Frauen* stoßen immer wieder auf Diskriminierung, strukturelle Benachteiligung oder sexuelle Gewalt. Gleichstellungspolitik verfolgt mehr und mehr das Ziel, Frauen* zu verwertbaren Arbeitnehmer*innen zu machen. Genau wie Männern* begegnen Frauen* in jedem der genannten Bereiche ausbeuterischen Bedingungen. Jedoch führen patriarchale

Belegschaft zerlegt: Aus für die Bildungsarbeit beim LSVD Berlin?

Der Konflikt um bessere Arbeitsbedingungen im BLSB erreicht einen neuen Tiefpunkt. 2018 verliert der Verein zwei Drittel seiner Mitarbeiter*innen: Sie wurden vor die Tür gesetzt oder sind aus Frust über die Geschäftsführung selbst gegangen. Die (größtenteils ehemalige) Belegschaft äußert ihre Sorge um die Zukunft der Projekte nun in einem offenen

Perspektiven gewinnen: Organisierte Nachbarschaften und Föderationen Hand in Hand!

Zielstellung libertärer Nachbarschaftsarbeit ist es, wirtschaftlichen und sozialen Selbstschutz, Gewinnung von Handlungsmacht, emanzipatorische Umstrukturierungen und Selbstorganisation in allen Bereichen zu befördern, die die Nachbarschaft berühren. Dieser Artikel folgt dabei vier Hauptthesen: 1. Die sozialen Interaktionen und Bereiche, die sich räumlich in Wohnung und Nachbarschaft abspielen, sind im Kampf gegen Armut und

Patriotische Betriebsräte?! Wie „Ein Prozent“ und „Zentrum Automobil“ gewerkschaftliche Kämpfe ausnutzen

Es ist ein tristes Ambiente, in dem im September 2017 das Treffen des „Zentrum Automobil e.V.“ stattfindet. Und würde sich nicht zu den holzgetäfelten Wänden, den schweren Vorhängen und den säuberlich aufgereihten Bierkrügen ein aus Styropor gefertigtes Logo der rechtsextremen Vernetzungs- und Finanzierungsorganisation „Ein Prozent“ gesellen, es würde wenig darauf

Ein Streik, der Amazon weh tut?

Schon vor Monaten hatten diverse Akteur*innen begonnen die Kampagne #MakeAmazonPay ins Leben zu rufen. Daran beteiligt waren internationale Zusammenhänge wie die Transnational Socialstrike Plattform, in der sich seit Jahren auch Beschäftigte von Amazon u.a. aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Polen begegnen. Auch viele Gruppen des libertär-kommunistischen Bündnisses „ums Ganze!“ waren

Kommentar: Blockaden bei Amazon nur mit Rückhalt in der Belegschaft

Das System Amazon ist pervers: Die Arbeiter*innen in den großen Logistikzentren des Weltkonzerns sind einer kraftraubenden Arbeitsverdichtung und Arbeitshetze ausgesetzt, die krank macht. Während die Kolleg*innen tagtäglich Kilometer zurücklegen, werden sie durch das digitale Waren-Tracking rund um die Uhr überwacht. Nach jedem Umweg, jeder Verschnaufpause müssen die Arbeiter*innen damit rechnen,