Gleicher Lohn für gleiche Arbeit nicht in Sicht

Banner mit Aufschrift "Ob Leiharbeit, Befristung oder im Minijob – Beschissene Arbeitsverhältnisse bekämpfen"

Anlässlich des Auslaufens von Leiharbeit-Tarifverträgen startet der DGB eine neue Kampagne: Tarifrunde Leiharbeit 19/20. labournet.de kommentierte den Start der neuen Tarifrunde in Richtung DGB-Gewerkschaften mit: „nix dazu gelernt.“[ref]labournet.de[/ref] Und auch die ver.di-Jugend positionierte sich klar: Auf ihrem Bundeskongress forderte sie in einem Beschluss das Verbot der Leiharbeit.[ref]labournet.de[/ref] Doch warum lehnen

Angriff aufs Arbeitsrecht

Der Begriff Industrie 4.0 ist in aller Munde. Unternehmensverbände und Bundesregierung sprechen gar von der 4. Industriellen Revolution. Vor über 9 Jahren wurde sie verkündet – doch bis heute gilt: diese Revolution ist ausgeblieben. Gegenwärtig gibt es keine Fabriken, in denen das Internet der Dinge im Betrieb umgesetzt wurde. Seit

Weniger Vollzeit für alle

Die Kämpfe der Arbeiterklasse um die Einführung des 8-Stunden-Tags Ende des 19. Jh. werden als ein wesentlicher Faktor für die Entstehung des 1. Mai als internationaler Arbeiterkampftag gesehen. Auch heute, mehr als 100 Jahre später, kommen Auseinandersetzungen um Arbeitszeit in gewerkschaftlichen und politischen Kämpfen eine große Bedeutung zu. Diese sind,

8. März 2019: Breite Protestbewegung fordert Frauenstreik

Dieses Jahr haben auch in Deutschland gewerkschaftliche und feministische Bündnisse im ganzen Land Demonstrationen und Veranstaltungen organisiert und die Durchsetzung eines feministischen politischen Streiks gefordert. Die FAU war daran beteiligt und hat in einigen Städten eigene Akzente gesetzt. Schon im Mai 2018 hat sich die FAU gemeinsam mit Schwestergewerkschaften aus verschiedenen

Geheimnisse einer erfolgreichen Organizerin

Das Buch wurde im Original 2016 von Alexandra Bradburry, Mark Brenner und Jane Slaughter im Selbstverlag bei Labor Notes veröffentlicht, einem Netzwerk von Gewerkschafts-aktivist*innen in den USA. Die deutsche Übersetzung von Yanira Wolf ist im Schmetterling Verlag erschienen, wo das Buch direkt erhätlich ist. Gewerkschaftliches Organizing gibt es im Prinzip schon

Her mit dem Vier-Stunden-Tag!

Die Forderung nach „Teilzeit für alle - bei vollem Lohnausgleich“ mag auf den ersten Blick utopisch klingen. Tatsächlich liefert diese Forderung jedoch Lösungen für diverse Ursachen von struktureller Benachteiligung insbesondere von Frauen*. Die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung schließt nicht nur an gewerkschaftliche Forderungen der Vergangenheit an, sondern setzt gleichzeitig neue Maßstäbe,

Chaos um foodora – Chancen für das Leipziger Syndikat?

Die in ihr organisierten Fahrer*innen des Essenslieferanten foodora traten nämlich vergangenen Dezember mit einer Petition zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen hervor. Ihr verantwortlicher Arbeitgeber wurde jedoch kurz darauf verkauft und taumelt nun in einem geschäftlichen Vakuum. Die hieraus folgenden chaotischen Zustände im Betrieb rücken eine Beantwortung der folgenden vier Forderungen dabei

Fünf Jahre Gefangenen-Gewerkschaft!

Am 21. Mai 2014 haben drei Gefangene der JVA Tegel per Handschlag eine eigene Gewerkschaft gegründet. Ihre Kernforderungen: Mindestlohn, Sozialversicherungen und Gewerkschaftsfreiheit für alle Gefangenen! Die Organisation hieß erst Knastgewerkschaft Tegel, wurde aber noch im Sommer aufgrund des massiven Zuspruchs aus Justizvollzugsanstalten (JVA's) aus ganz Deutschland zur Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO)

„Mall of Shame“ – erster Prozess der FAU vorm Bundesarbeitsgericht und ein mögliches Präzedenzurteil

Der Fall hatte damals dank der tatkräftigen Unterstützung und der Öffentlichkeitsarbeit der FAU Berlin für großes Aufsehen gesorgt. Sie gab den Arbeitern auch die Mittel und die Kraft, den langwierigen Rechtsweg bis hin zum BAG zu gehen. Dort steht nun viel auf dem Spiel – zum einen geht es um

Neue Dienstmädchen

Der demografische Wandel und unzureichende staatliche Leistungen gehören zu den Hauptursachen des „Pflegenotstands“. Daraus resultiert eine steigende Nachfrage nach Arbeitskräften im Care-Bereich. Die „Unattraktivität“ der Fürsorgearbeit liegt zum einen an der geringen Entlohnung, zum anderen am niedrigen Status der Pflegeberufe, die meistens als „Frauendomäne“ betrachtet und gesellschaftlich abgewertet werden. Neue Dienstmädchen Care-Arbeit