Geheimnisse einer erfolgreichen Organizerin

Das Buch wurde im Original 2016 von Alexandra Bradburry, Mark Brenner und Jane Slaughter im Selbstverlag bei Labor Notes veröffentlicht, einem Netzwerk von Gewerkschafts-aktivist*innen in den USA. Die deutsche Übersetzung von Yanira Wolf ist im Schmetterling Verlag erschienen, wo das Buch direkt erhätlich ist. Gewerkschaftliches Organizing gibt es im Prinzip schon

SABOTA

Pristina ist keine große Stadt, und es dauert nicht lange, um Genoss*innen zu finden. Am Abend einer Konferenz gab mir eine der kosovarischen Universitätsprofessorinnen einen Zettel mit einer Telefonnummer. Ich solle mich bei denen melden, das seien Genoss*innen. Sabota ist ein soziales Zentrum im Ulpiana Distrikt in Pristina. Im Erdgeschoss eines

Her mit dem Vier-Stunden-Tag!

Die Forderung nach „Teilzeit für alle - bei vollem Lohnausgleich“ mag auf den ersten Blick utopisch klingen. Tatsächlich liefert diese Forderung jedoch Lösungen für diverse Ursachen von struktureller Benachteiligung insbesondere von Frauen*. Die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung schließt nicht nur an gewerkschaftliche Forderungen der Vergangenheit an, sondern setzt gleichzeitig neue Maßstäbe,

Chaos um foodora – Chancen für das Leipziger Syndikat?

Die in ihr organisierten Fahrer*innen des Essenslieferanten foodora traten nämlich vergangenen Dezember mit einer Petition zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen hervor. Ihr verantwortlicher Arbeitgeber wurde jedoch kurz darauf verkauft und taumelt nun in einem geschäftlichen Vakuum. Die hieraus folgenden chaotischen Zustände im Betrieb rücken eine Beantwortung der folgenden vier Forderungen dabei

Fünf Jahre Gefangenen-Gewerkschaft!

Am 21. Mai 2014 haben drei Gefangene der JVA Tegel per Handschlag eine eigene Gewerkschaft gegründet. Ihre Kernforderungen: Mindestlohn, Sozialversicherungen und Gewerkschaftsfreiheit für alle Gefangenen! Die Organisation hieß erst Knastgewerkschaft Tegel, wurde aber noch im Sommer aufgrund des massiven Zuspruchs aus Justizvollzugsanstalten (JVA's) aus ganz Deutschland zur Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO)

„Mall of Shame“ – erster Prozess der FAU vorm Bundesarbeitsgericht und ein mögliches Präzedenzurteil

Der Fall hatte damals dank der tatkräftigen Unterstützung und der Öffentlichkeitsarbeit der FAU Berlin für großes Aufsehen gesorgt. Sie gab den Arbeitern auch die Mittel und die Kraft, den langwierigen Rechtsweg bis hin zum BAG zu gehen. Dort steht nun viel auf dem Spiel – zum einen geht es um

Neue Dienstmädchen

Der demografische Wandel und unzureichende staatliche Leistungen gehören zu den Hauptursachen des „Pflegenotstands“. Daraus resultiert eine steigende Nachfrage nach Arbeitskräften im Care-Bereich. Die „Unattraktivität“ der Fürsorgearbeit liegt zum einen an der geringen Entlohnung, zum anderen am niedrigen Status der Pflegeberufe, die meistens als „Frauendomäne“ betrachtet und gesellschaftlich abgewertet werden. Neue Dienstmädchen Care-Arbeit

Prekär beschäftigt im Rheinland

Seit einigen Jahren melden sich vermehrt Menschen aus dem Süden Europas beim Allgemeinen Syndikat der FAU Bonn. Die jeweils Betroffenen wurden in unterschiedlichen nordrhein-westfälischen und rheinland-pfälzischen Betrieben ausgebeutet. Das folgende Interview wurde im Nachgang eines Falles der FAU Bonn mit dem Betroffenen geführt. In einem Café in der Bonner Südstadt

Klassenkampf am Taxistand

Am 10. April legten auch in Berlin Blockaden von Taxifahrer*innen für Stunden den Flughafen Tegel lahm. Bereits am 21. Februar pfiffen in Berlin hunderte wütende Taxifahrer*innen Bundesverkehrsminister Scheuer aus. Sie skandierten die Parole „Uber raus“. Schließlich schickt sich der US-Fahrdienstvermittler an, die wenigen erkämpften sozialen Rechte im Taxigewerbe zu zerstören.