Was die Standortpolitik des DGB mit der AfD zu tun hat

„Sozialstaat? Braucht Grenzen!“ Mit diesem Motto wirbt die AfD im Bundestagswahlkampf. Im Wahlprogramm der Rechtspopulist_innen wird der Zusammenhang zwischen Sozialstaat und Flüchtlingspolitik so formuliert: „Die Stabilisierung der Sozialsysteme erfordert bei einer schrumpfenden und alternden Bevölkerung besondere Anstrengungen. Unsere begrenzten Mittel stehen deshalb nicht für eine unverantwortliche Zuwanderungspolitik, wie sie sich

Finger weg vom Online-Bezahldienst Patreon

m Kapitalismus ist es – schon dem Namen nach – schwer bis unmöglich, ohne Geld zurecht zu kommen. Dies gilt insbesondere auch für linke politische Projekte. Es fallen Kosten für Fahrten, Flyer, die Internetpräsenz und Räume an. Klassisch ist der einfachste Weg für viele Gruppen, auf der Soliparty[ref]Abkürzung für Solidaritätsparty.[/ref]

Ich will mein Geld! Ausstehende Honorare eintreiben – aber wie?!

Werkverträge und Dienstverträge gibt es heute fast überall – vor allem deswegen, weil Unternehmer keine Beiträge für Sozial- und Rentenversicherungen bezahlen und Arbeitsrechte wie Kündigungsschutz oder die betriebliche Mitbestimmung aushebeln wollen. Deshalb müssen immer mehr Lohnabhängige ihre Arbeitsleistung in Rechnung stellen und oft müssen sie darum kämpfen, ihr Honorar wie

AfD-Wahlkampfvehikel Gewerkschaft

Stolz meldete die AfD ihren Erfolg am 1.Mai 2017: 1200 Menschen folgten dem Aufruf des völkischen Höcke-Flügels zur Demonstration in Erfurt unter dem Motto „Sozial ohne Rot zu werden“. Auf der DGB Kundgebung waren es wesentlich weniger TeilnehmerInnen. Ist die AfD tatsächlich eine soziale Kraft? Eine neue Gewerkschaft? Die ostdeutsche AfD überraschte

Mit Direkter Aktion zum Erfolg

Berlin Alexanderplatz, 24. Oktober 2016: Rund 40 FAU-GewerkschafterInnen versammeln sich mit Fahnen und Informationsmaterial in der Fußgängerzone vor dem Restaurant Cancún und rufen lautstark „Kein Lohn, keine Ruhe!“ und „Cancún, pay your workers!“. Viele der Protestierenden haben selbst Erfahrung mit Arbeit in der Gastronomie und kommen aus dem Ausland. An

Minirecht im Minijob?!

„Ab nächster Woche brauchst du nicht mehr zu kommen!“ Das erfährt die Kellnerin eines chinesischen Restaurants in Leipzig an einem Vormittag im Januar. Fast ein Jahr hat sie dort gearbeitet. Häufig in geringer Besetzung und bei großem Kundenandrang. Jetzt wird sie gekündigt, von einem Tag auf den anderen. Eigentlich gibt

Tarifvertrag von unten

Strengthshop – das ist ein kleiner Onlineversandhandel im Osten von Berlin, weit draußen im Industriegebiet. Regale voller Waren, die schwer und sperrig sind: Langhanteln mit massiven Gewichtsscheiben aus Stahl, sperrige Trainingsgeräte, bis zu 65 Kilo schwere Kugelhanteln. Die Beschäftigten kümmern sich um Kundenservice und Lagerlogistik, fahren Gabelstapler und verpacken die

Prekäre Wissenschaft

ie Universitäten in Deutschland bewegen sich immer noch in hierarchischen Strukturen, die zwar nach außen die Grundsatzfrage der Freiheit in Forschung und Lehre verteidigen, nach innen aber prekäre Arbeitsbedingungen in intransparenten Loyalitätsstrukturen vorantreiben. Wissenschaft und Arbeitsrecht haben sich so weit voneinander entfernt, dass die in Forschung und Lehre unabdingbare basisdemokratische Zusammenarbeit

Geschäftsmodell: Altenpflegeheim

  DA: Du sagst, Du hast lange in der Pflege gearbeitet, jetzt arbeitest Du als Betreuer. Wie sieht Deine Arbeitstätigkeit aus? Christian: Ich bin ja nicht examiniert, bei mir fällt die Behandlungspflege weg. Also ich verabreiche z.B. keine Medikamente, lege keine Verbände an und dergleichen. Bei mir stehen in erster Linie grundpflegerische