Anmerkungen zur betrieblichen „Mitbestimmung“

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Wie die Überschrift sagt, handelt es sich hier nur um einige Anmerkungen zum Thema. Jeder einzelne Aspekt, den ich im Folgenden kurz besprechen werde, verdient eigentlich eine ausführliche Betrachtung. In einer Zeitung ist das jedoch nicht leistbar – dazu müsste man schon ein Buch schreiben. Trotzdem hoffe ich, dass Euch

Betriebsräte auf Abwegen?

Von Hegel stammt die Erkenntnis, dass die Entwicklung einer Sache deren Wesen offenbart. Die Tragweite dieser Erkenntnis für die tägliche politische Praxis wird meist übersehen. Sie bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass der Kern einer Sache sich vor allem durch ihre Geschichte offenbart. Geschichte aber ist so ziemlich

Die „Guten“ ins Töpfchen…

Die erstmalig 2000 erhobenen und veröffentlichten PISA-Studien der OECD (Programme for International Student Assessment) belegten die bereits Jahrzehnte andauernde Diskriminierung von Kindern aus prekären, sozial benachteiligten Familien sowie Kindern mit Migrationshintergrund. Die Studie verdeutlicht vor allem, dass im Vergleich zu anderen europäischen Ländern die Bildungskarrieren von Kindern und Jugendlichen besonders

Auf die Zukunft setzen!

Ein Text von José Luis Carretero Miramar, Professor, Mitglied des Instituts der Wirtschaftswissenschaften und der Selbstverwaltung (ICEA) und Autor des Buches „Die lebendige Selbstverwaltung – Projekte und Experimente der neuen Wirtschaft in der Hitze der Krise“ (Queimada Ediciones, Madrid, 2013) Schreie, Klagen, Beleidigungen. Die Polizeiknüppel erheben sich und schnellen herunter. Die

Ein Desaster für Lohnabhängige

Schlägt man dieser Tage die Zeitungen auf, sind fast täglich neue Horrormeldungen über die europäische Krise zu lesen. Europa ist heute zweigeteilt – einem (noch) stabilen, prosperierenden Norden steht der wirtschaftlich abgehängte Süden Europas gegenüber. Die Arbeitslosenquoten des Südens haben schwindelerregende Höhen erreicht, während sie im Norden, speziell im wirtschaftlichen

Anarchosyndikalismus: Ein Relikt aus vergangenen Tagen …oder vielleicht doch nicht?

Ilan Shalif, ein libertärer Kommunist, dessen Gedanken ich schätze, auch wenn ich nicht immer mit seinen Schlussfolgerungen übereinstimme, schrieb folgendes während eines Email-Austauschs zwischen den klassenkämpferischen AnarchistInnen von „Organise!“ [...]: „Die anarcho-syndikalistische Gewerkschaft ist ein Märchen, ein Traum. Sie kann in unserer jetzigen kapitalistischen Gesellschaft nicht verwirklicht werden. […] Gegenwärtig kenne ich keine anarcho-syndikalistische

Prekäre Arbeit und die Transformation des Arbeitsmarktes

In letzter Zeit findet der Begriff „prekäre Arbeit“ immer häufiger Erwähnung im breiten öffentlichen und medialen Diskurs. Doch bevor wir uns mit den Mechanismen prekärer Arbeit auseinandersetzen, gilt es, den Begriff „prekär“ zu definieren. Das Wort „prekär“ leitet sich von zwei lateinischen Begriffen ab: einerseits von „precarius“, was so viel

Opium als Impulsgeber

Torsten Bewernitz: Sebastian, du arbeitest gerade an einem Buch über Anarchismus und Christentum. Die meisten heutigen deutschsprachigen AnarchistInnen würden sich davon wahrscheinlich distanzieren und behaupten, der Anarchismus wäre im Kern atheistisch. Aber ich frage mal anders: Ist der Anarchismus eher katholisch oder eher protestantisch? Sebastian Kalicha: Ob sich der Großteil tatsächlich

Massenstreik, (Links-)Partei und Gewerkschaften

Vielleicht erst mal die erfreulichen Nachrichten: Das Streikaufkommen in Deutschland hat sich im Jahr 2012 deutlich erhöht: es haben sechs Mal so viele Menschen an Streiks teilgenommen wie 2011 und die Zahl der ausgefallenen Arbeitstage hat sich verdoppelt. Das ist durchaus mehr als nur ein Zufall, weil entsprechende Tarifrunden anstanden: