Himmel oder Hölle?!

Seit dem 1. Januar 2015 gilt in der Bundesrepublik Deutschland das Mindestlohngesetz. Arbeiter*innen, die in den „Genuss“ dieses Gesetzes kommen, sollen seit Jahresbeginn nicht weniger als 8,50 Euro pro Stunde verdienen. Und obwohl das ein Armutslohn ist, der direkt in die Altersarmut führt, sollen trotzdem fast vier Millionen Beschäftigte bundesweit

Solidarität mit Kobane, aber wie?

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Die anarchistisch orientierten Menschen der Welt haben ein neues Vorbild: Das libertär-kommunalistisch1 organisierte Rojava, wo die YPG/YPJ gegen die IS kämpft. Dass eine ganze Region sich eine libertäre Organisationsform gibt und dann auch noch im Krieg steht, das gab es das letzte Mal vor ziemlich genau 20 Jahren, als der

Anmerkungen zur betrieblichen „Mitbestimmung“

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Wie die Überschrift sagt, handelt es sich hier nur um einige Anmerkungen zum Thema. Jeder einzelne Aspekt, den ich im Folgenden kurz besprechen werde, verdient eigentlich eine ausführliche Betrachtung. In einer Zeitung ist das jedoch nicht leistbar – dazu müsste man schon ein Buch schreiben. Trotzdem hoffe ich, dass Euch

Betriebsräte auf Abwegen?

Von Hegel stammt die Erkenntnis, dass die Entwicklung einer Sache deren Wesen offenbart. Die Tragweite dieser Erkenntnis für die tägliche politische Praxis wird meist übersehen. Sie bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass der Kern einer Sache sich vor allem durch ihre Geschichte offenbart. Geschichte aber ist so ziemlich

Die „Guten“ ins Töpfchen…

Die erstmalig 2000 erhobenen und veröffentlichten PISA-Studien der OECD (Programme for International Student Assessment) belegten die bereits Jahrzehnte andauernde Diskriminierung von Kindern aus prekären, sozial benachteiligten Familien sowie Kindern mit Migrationshintergrund. Die Studie verdeutlicht vor allem, dass im Vergleich zu anderen europäischen Ländern die Bildungskarrieren von Kindern und Jugendlichen besonders

Auf die Zukunft setzen!

Ein Text von José Luis Carretero Miramar, Professor, Mitglied des Instituts der Wirtschaftswissenschaften und der Selbstverwaltung (ICEA) und Autor des Buches „Die lebendige Selbstverwaltung – Projekte und Experimente der neuen Wirtschaft in der Hitze der Krise“ (Queimada Ediciones, Madrid, 2013) Schreie, Klagen, Beleidigungen. Die Polizeiknüppel erheben sich und schnellen herunter. Die

Ein Desaster für Lohnabhängige

Schlägt man dieser Tage die Zeitungen auf, sind fast täglich neue Horrormeldungen über die europäische Krise zu lesen. Europa ist heute zweigeteilt – einem (noch) stabilen, prosperierenden Norden steht der wirtschaftlich abgehängte Süden Europas gegenüber. Die Arbeitslosenquoten des Südens haben schwindelerregende Höhen erreicht, während sie im Norden, speziell im wirtschaftlichen

Anarchosyndikalismus: Ein Relikt aus vergangenen Tagen …oder vielleicht doch nicht?

Ilan Shalif, ein libertärer Kommunist, dessen Gedanken ich schätze, auch wenn ich nicht immer mit seinen Schlussfolgerungen übereinstimme, schrieb folgendes während eines Email-Austauschs zwischen den klassenkämpferischen AnarchistInnen von „Organise!“ [...]: „Die anarcho-syndikalistische Gewerkschaft ist ein Märchen, ein Traum. Sie kann in unserer jetzigen kapitalistischen Gesellschaft nicht verwirklicht werden. […] Gegenwärtig kenne ich keine anarcho-syndikalistische

Prekäre Arbeit und die Transformation des Arbeitsmarktes

In letzter Zeit findet der Begriff „prekäre Arbeit“ immer häufiger Erwähnung im breiten öffentlichen und medialen Diskurs. Doch bevor wir uns mit den Mechanismen prekärer Arbeit auseinandersetzen, gilt es, den Begriff „prekär“ zu definieren. Das Wort „prekär“ leitet sich von zwei lateinischen Begriffen ab: einerseits von „precarius“, was so viel