“… dass die Wahrheit eine Sache der Vorstellungskraft ist.”

16. März 2019
19:00 - 21:00 Uhr
Lila Drachen
Rudolf-Breitscheid-Straße 6

Feministische Utopien zu Reproduktion und Arbeit.

Wir leben nicht gerade in utopischen Verhältnissen. Die AfD und Pegida wollen den Menschen ein konservatives Familienbild aufzwingen, sog. ‘Lebensschützer’ demonstrieren immer wieder für ein komplettes Verbot von Abtreibung. Sexualität, Familienstrukturen, Kindererziehung sollen sich an starren Geschlechterrollen orientieren. Über die Auseinandersetzung mit diesen Haltungen kommen wir oft gar nicht dazu, darüber nachzudenken, wie eigentlich eine Gesellschaft aussehen könnte, in der Geschlecht keine Rolle spielt, oder in der Geschlecht ganz andere Rollen spielt.

Wer kümmert sich dann in welchem Maß um Arbeit, Haushalt und Kindererziehung? Müssen sich überhaupt Menschen darum kümmern? Wie werden solche Dinge entschieden? Wie leben und lieben wir? Wie sehen unsere Beziehungen zueinander aus? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit gleichberechtigtes Zusammenleben möglich ist?

Auch Science-Fiction-Autor*innen haben sich diese Fragen gestellt und die Zukunft als Folie für Gedankenexperimente genutzt. Anhand von utopischen Romanen, wie beispielsweise ‘Planet der Habnichtse’ von Ursula K. Leguin wollen wir miteinander darüber ins Gespräch kommen, wie dieser (noch) nicht vorhandene Ort (deutsche Übersetzung des Wortes Utopia) aussehen kann, was wir unter einem besseren Zusammenleben verstehen und wie wir dahin kommen, wenn uns die Herrschenden nun mal keinen Planeten schenken.

Lesung und Diskussion mit: der AG Feministische Kämpfe (FAU Dresden)

organisiert von der FAU Halle / halle.fau.org

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