Antimilitaristisches Camp in Husum

Bis zu 10.000 SoldatInnen könnten nach der aktuellen Bundeswehrreform in Husum stationiert werden. Dass sie maßgeblich an so genannten „Auslandseinsätzen“ der Bundeswehr beteiligt werden, davon ist auszugehen: Aufgabe z.B. des Spezialpionierbataillons 164 ist es, Stützpunkte im Ausland zu errichten und die technischen Anlagen zu betreiben. Das in Husum stationierte Abrüsten statt Krieg führen!Flugabwehrraketengeschwader 1 „Schleswig-Holstein“ sichert u.a. die Kasernen im Ausland vor „Bedrohungen aus der Luft“. Die Flugabwehrraketengruppe 26 stellt regelmäßig die „Sicherungseinheiten“ für Stützpunkte im Ausland. Dies schließt eine Ausbildung in Riot and Crowd Control ein und beinhaltet regelmäßiges Vorgehen z.B. gegen im Kosovo demonstrierende Zivilisten. Auch sind die Husumer Militärs regelmäßig Teil der NATO Response Force (NRF), um mit dieser Angriffsarmee den „Zugang zu Märkten und Rohstoffen“ im Zweifelsfall auch militärisch durchsetzen zu können.

Die miteinander verwobenen städtischen Eliten aus Politik, Militär, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bestätigen sich regelmäßig öffentlich, wie geschlossen die Stadt hinter dem Militär stehe und wie verankert die Bundeswehr in der Gesellschaft sei.

Vom 9.-12.8. wird es in Husum unter dem Slogan „Militarismus jetzt stoppen!“ ein antimilitaristisches Protestcamp geben, das sich dem Treiben entgegen stellen, sowie den herrschenden Diskurs angreifen möchte.

Es soll ferner sichtbar machen, dass nicht alle Menschen uneingeschränkt hinter dem Militär und ihren verharmlosend als „Auslandseinsätzen“ bezeichneten Kriegen stehen.

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