„Bei euch sitzt man ja immer nur im Knast“

David Gienapp war mehr als sechs Jahre lang politischer Gefangener in der DDR. In den Gefängnissen des „Arbeiter- und Bauernstaates“ musste er unter anderem Hausschuhe für den Westen herstellen.[1] 1975 konnte er schließlich aus der DDR ausreisen. Einige Jahre später trat er der wieder gegründeten FAU bei (damals noch I-FAU).

Du bist Deutschland, „… ich bin Residenzpflicht“

6:39 Uhr – um diese Zeit steigen im Schnitt die Menschen in Sachsen-Anhalt aus den Federn, weit früher als der Durchschnitt in anderen Bundesländern. Der sachsen-anhaltinischen CDU erschien dieser Rekord als Ausdruck von Fleiß und Zuverlässigkeit, weshalb die Landesregierung für 2,5 Millionen Euro die Kampagne „Im Land der Frühaufsteher: Sachsen-Anhalt.

Editorial

Sommer, Sonne, Sonnenschein... Wenn man sich als Redaktion entschließt, im Sommer das Schwerpunktthema „Urlaub und Freizeit“ zu bearbeiten, neigt man beim Sinnieren über das Thema erstens dazu, sich auf einem Liegestuhl mit einem Longdrink zurückzulehnen anstatt tatsächliche Redaktionsarbeit zu machen. Zweitens neigt man dazu, das Editorial mit Platitüden à la

Renovierung des CNT-Lokals in Paris

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Es war ein Appell der anderen Art. Im März dieses Jahres startete die CNT der Region Paris eine Kampagne. Die AnarchosyndikalistInnen riefen diesmal nicht auf zur Solidarität mit kämpfenden Lohnabhängigen, sondern zur Solidarität mit der kämpferischen Gewerkschaft selbst. Genauer: das CNT-Lokal in der Rue des Vignoles 33 ist ziemlich renovierungsbedürftig.

„Die Widersprüche sind die Hoffnung“

Jenseits ökonomistischer Krisendiskussionen und unzähliger Ideologiedebatten finden kritische Auseinandersetzungen über das Wesen der Dinge, die uns umgeben, über unseren alltäglichen Umgang mit ihnen und miteinander, kaum noch statt - ein wesentlicher Unterschied zu den historischen Zeiten der großen Bewegungen. Umso wertvoller erscheint die Erinnerung an Denk- und Sichtweisen vergangener Tage,

Kolumne Durruti

Jedes Jahr derselbe Krampf: Wann nur eine oder zwei Stufen in der Tretmühle auslassen und Urlaub nehmen? Und vor allem: Was damit machen? Wie regeneriere ich meine Arbeitskraft am besten, damit ich sie danach wieder – mit Mehrwert für den „Käufer“ – unter Wert verkaufen kann. (Nebenbei: Warum zahle ich

Bleibet daheim und vermehret euch!

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Um sich für den beginnenden Wahlkampf zur Familien- und Sozialpolitik zu positionieren, nutzen so gut wie alle Parteien die Diskussion um das sog. Betreuungsgeld. Gut beobachten lässt sich hieran, wie öffentliches Kapital für parteipolitische Ziele herhalten muss. Schon seit 2006 wird das Thema diskutiert. Viele verschiedene Modelle standen zur Debatte.

§§§-Dschungel

Urlaub ist das Mindeste Dass Urlaub zur Erhaltung und Wiederherstellung der Arbeitskraft notwendig ist, bestreitet auch der Gesetzgeber nicht: § 3 des Bundesurlaubsgesetzes (BUrlG) regelt die Anspruchshöhe des gesetzlichen Mindesturlaubs. Aktuell hat jeder Arbeitnehmer einen Anspruch auf mindestens 24 Werktage, praktisch vier ganze Kalenderwochen. Dabei ist die Unterscheidung zwischen Arbeitstag und

Unter der blauen Limette

Bisher ist die libertäre Medienmesse die Einzige ihrer Art. Worin bestehtder Unterschied zu herkömmlichen anarchistischen Buchtagen? Ein Unterschied besteht darin, dass wir uns nicht nur als reine Buchmesse verstehen. Wir sind bemüht, auch Radio-, Internet-, Kunst- und Videoprojekte vorzustellen. Wir wollen damit dem Umstand Rechnung tragen, dass mittlerweile auch viele Medien

Struggle – Nachrichten von der Klassenfront

Paraguay: Bei gewalttätigen Zusammenstößen in Curuguaty, rund 400 km nordöstlich der Hauptstadt Asunción, sind mindestens elf Bauern und sechs Polizisten getötet und zahlreiche Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Gegen zwölf Landlose wurde mittlerweile Haft angeordnet. Nach einem richterlichen Räumungsbescheid war Spezialkommando der Polizei in das Landgut in Yvyrapytä eingedrungen, das