Amazon – kein guter Boss und kein guter Nachbar

Der letzte Freitag im November läutet in den USA seit den 1950er Jahren das Weihnachtsgeschäft ein. Mittlerweile nutzen Lieferkonzerne wie Amazon und Co. diesen Tag, um mit großen Schnäppchenwerbungen ihren Profit anzukurbeln. Der besondere Kund:innenandrang ist mit besonderen Belastungen der Amazon-Beschäftigten verbunden. Aber sie haben natürlich erkannt, dass dem Konzern

Lieferdienst Flink feuert gewerkschaftlich organisierten Fahrer. Erfahrungen, Hintergründe, Solidarität

Letzten Freitag organisierten Mitglieder der FAU Dresden eine Kundgebung in der Nähe des Flink-Lagers auf der Prager Straße. Es ist DIE Einkaufsmeile in der Dresdner Innenstadt. Direkt vor der Flink-Filiale war alles mit Transportern zugeparkt: Der Weihnachtsmarkt-Aufbau lief schon auf Hochtouren. Aber auch ein paar Meter weiter - und trotz

Nach der Demo beginnt der Klassenkampf

Der größte Erfolg war, dass auf der Demonstration der Kampf gegen den Kapitalismus in unterschiedlichen Blöcken im Mittelpunkt stand. Es gab sogar Banner von DGB-Gewerkschaften wie der IG-Bau, aber auch viele Fahnen der FAU. Besonders positiv ist auch der Careblock zu nennen, in dem sich Beschäftigte aus Krankenhäusern und Pflegeberufen

Migrantische Arbeit bei Amazon und in der Fleischindustrie

Vor einem Anwerbeladen: „Ja, sagt er, er habe den Job. Auf Nachfrage fügt er hinzu, dass er schon mal bei Amazon gearbeitet habe, aber sein Vertrag zunächst nicht verlängert worden sei. Ich beglückwünsche ihn zu seinem Erfolg, aber er verzieht das Gesicht: »Ach komm, Amazon, das ist wie das Gefängnis.

„Nieder mit den Waffen – hoch mit den Löhnen“

Die Gewerkschaft als soziale Bewegung und nicht als Dienstleistungsunternehmen mit angeschlossener Rechtsschutzversicherung aufzubauen, ist das Ziel der bundesweiten Initiative Organisieren – Kämpfen – Gewinnen (OKG), die am ersten Oktoberwochenende im Berliner IG-Metall-Haus ihren Kongress zur Stärkung der gewerkschaftlichen Basis in den Betrieben veranstaltet hat. Die Initiative orientiert sich an dem

Bewegt euch schneller!

„Die sogenannte neue Mittelschicht hat die Kritik am Arbeitsethos längst in ihren flexiblen und prekären Lebensentwurf integriert. Arbeitskritik auf der Höhe der Zeit müsste auch die New-Work-Ideologie angreifen“, fordert Stephan Maßdorf in einem Diskussionsbeitrag in der Wochenzeitung jungle.world. Dort arbeitet er auch gut heraus, wie die Entfremdungskritik der Alternativbewegung der

Die #IchBinArtmutsbetroffen-Bewegung [Teil 2]

Der Hashtag IchBinArmutsbetroffen kritisiert Armut als gesellschaftliches Problem. Letzte Woche haben wir ein Interview mit Fragen zu der Bewegung veröffentlicht. Doch wie fühlt es sich an, arm zu sein? Hier unsere vertonte Kurzgeschichte zu dem Thema:     Lizenzen: Bild: CCO, Rechte bei Jona Larkin White Text: CC0, Rechte bei Jona Larkin White Vertonung: CC BY-NC-SA,

Die #IchBinArmutsbetroffen-Bewegung [Teil 1]

Seit letztem Jahr wurde der Hartz-IV-Satz, beziehungsweise die Grundsicherung um 3 Euro erhöht. In einem selbst gestalteten Schaubild, das am Haupteingang vom Bochumer Hauptbahnhof aufgehangen wurde, ist illustriert, wie die Lebensmittelpreise gestiegen sind: 89 statt 49 Cent für eine Packung Nudeln, 89 statt 39 Cent für eine Packung Mehl, 79

Wenn Arbeitskämpfe zum Terrorismus erklärt werden

„Die Angst wegschmeißen“ lautete der Titel eines beeindruckenden Filmes von Johanna Schellhagen, mit dem der Zyklus von Arbeitskämpfen vornehmlich migrantischer Lohnabhängiger in der norditalienischen Logistikbranche hierzulande bekannt wurde. Der Film zeigt, dass es den prekären und größtenteils migrantischen Arbeiter*innen in der Logistikbranche gelingt, sich durch solidarische und effektive Organisierung aus ihrer