Warum Arbeiter*innen mehr zur Lösung der Klimakrise beitragen können als Beatles-Fans

„Hallo, ich bin Johanna, ich habe 20 Jahre Streiks und soziale Bewegungen gefilmt und war sehr spät dran, zu begreifen, welche Katastrophe der Klimawandel ist“. Mit diesem persönlichen Statement beginnt die Regisseurin Johanna Schellhagen ihren neuesten Film „Der laute Frühling“. Schellhagen ist Gründerin der Plattform labournet.tv., auf der zahlreiche soziale Bewegungen

„Wenn wir alle in Ordnung sind, dann kann es nur besser werden.“

Cover des Buches Supermilch

In der Zukunft ist der Himmel voller Drohnen und die Fahrradfahrer:innen tragen Gasmasken, während unter ihnen Abfallfettberge die Kanalisation verstopfen. Die wenigen positiven Augenblicke bilden das Drehen von Clips für Social-Media-Plattformen oder der ungehemmte Alkoholismus. So könnte die nahe Zukunft aussehen, die der Kulturschaffende Philipp Böhm in seiner neusten Veröffentlichung

Erinnerung an einen linken Aufbruch in Spanien

„Amnestia, Amnestia“ , rufen die Menschen in Sprechchören. Nach dem Tod des faschistischen Langzeitdiktators Franco gingen die Menschen auf die Straße und forderten die Freilassung der vielen politischen Gefangenen. Mit dieser Szene beginnt der Dokumentarfilm El Entusiasmo, der den kurzen Aufschwung der anarchosyndikalistischen Bewegung nach dem Ende des Franco-Faschismus zum

Der Sommer der Anarchie

RESET. Der Frühling stellt die Polizeisirenen ab. Das zur Außenwerbung der Amtsdirektionen und zur Befriedung des in Randbezirken ansässigen Unmuts angesparte Tränengas verwandelt sich in Rosen. Ins Wasser fallen Schlagstöcke, die von einer Strömung mitgezogen nicht wieder vorkommen. In der Innenstadt fliegen Chefsessel und Bürostühle aus den Fenstern, Bruchlandung auf

Spuren der Arbeit

Dass Arbeiter:innen unzensiert zu Wort kommen, war schon das Anliegen von Initiativen wie dem Werkkreis Literatur der Arbeitswelt in den 1970er Jahren. Damals wurden noch Bücher produziert, was oft zeitaufwendig war. In der digitalen Welt ist der Austausch schneller. Unter dem Titel systemrelevant.tv produziert Clemens Melzer seit der Corona-Pandemie Videos,

Töte die Montagsangst

  Angst vor morgen, wenn ich die richtige Zeit erreiche Aber Montag ist alles abgestorben Das ist das Fenster der fristlosen Zeit, wenn die Lohnarbeit wieder beginnt Es ist immer noch Samstag, immer noch Sonntag Ich lebe im Wochenende des ersaufenden Verlangens denn Montag muss gemeuchelt werden mein und unser Begehren Das machen wir Sonntag, Sonntag beten wir. Wir

Und wieder andere Wege gehen…

Die Zeitschrift Gǎi Dào war mehr als nur das Presseorgan der Anarchistischen Föderation. In den 10 Jahren ihres Bestehens gab sie vielen Anarchist*innen und am Anarchismus Interessierten Einblicke in Theorie und Praxis, vermittelte Wissen über laufende Kampagnen und spannende Aktionen und ermöglichte 115 Ausgaben lang den Austausch unterschiedlichster Menschen und

»Weil das Leben aus mehr als aus Lohnarbeit besteht«

Schwarz-Roten Bergsteiger_innen

Als Kultur- und Sportkollektiv sind die SRB an die FAU-Gewerkschaft Allgemeines Syndikat Dresden angeschlossen. Seit 2015 betreiben sie eigene Hütten, die sie gegen Spende linken Aktivist*innen und emanzipatorischen Arbeiter*innen für Urlaube und Klausuren zur Verfügung stellen. Sie organisieren politische Führungen durch die Region, bringen mal legal, mal illegal Gedenkplatten zur