Pflege in der Krise

Es würde anders werden müssen, das war nur allzu klar und deutlich, sie würden endlich die Anerkennung erhalten, die ihrer tatsächlichen gesellschaftlichen Bedeutung entspricht. Es wurde anders. Kurzarbeit wurde in vielen Kliniken und Arztpraxen eingeführt. Einsparungen sind im mediznischen Sektor vielerorts bereits angekündigt worden. Finanzielle Lücken, die die Pandemie und

Umgang mit der Corona-Krise – Was tun?

Über zu erwartende Entwicklungen ist in den letzten Wochen schon viel gesagt und geschrieben worden, weswegen ich diese nur noch einmal schlaglichtartig beleuchten will. Umschau: Krise, Überwachung, Geschenke ans Kapital, rechter Terror Auf der ganzen Welt erleben wir aktuell ein innenpolitisches Hochrüsten: Demonstrationsverbote, massenhafte Auswertung von Handydaten, stärkerer Einsatz von Drohnen mit

Solidarität ist mehr als Händewaschen

In den ersten Wochen nach dem Beginn der Corona-Krise war in den Abendstunden häufig Applaus zu hören. Menschen standen auf den Balkonen, die denen Beifall spendeten, die in Kliniken und Supermärkten ihrer Lohnarbeit nachgehen mussten. Schon bald gab es Kritik, vor allem, weil diese Menschen zu Held*innen des Alltags erklärt

Systemrelevante Ausbeutung

Flugzeuge wurden dafür eigens gechartert, die Kolleg*innen pressewirksam empfangen. Ca. 300 rumänische Erntehelfer*innen arbeiten nun derzeit auch auf dem Spargelhof Ritter in Bornheim, nahe Bonn. Pro Person werden etwa 30 Kisten Erdbeeren täglich geerntet, für einen Stundenlohn von 3 € pro Kiste – theoretisch, oft ist es noch weniger. Damit

Digitalisierte Menschenverachtung

So einfach ist es mit dem bürgerlichen Freiheitsverständnis bei konservativen Digitalisierungsexperten: „Wer eine besondere Gefahr darstellt, der muss besondere Einschränkungen dulden.“[ref]https://www.tagesspiegel.de/politik/menschen-mit-maske-und-app-sollten-raus-duerfen-lockdown-ja-aber-nur-fuer-gefaehrder/25719078.html[/ref] Und wer ist eine besondere Gefahr? Na, wer legt das wohl fest? Glaubt man dem Tagesspiegel und Martin Schallbruch, gilt ab sofort als „Gefährder“, wer sich staatlichen Zwangsmaßnahmen entzieht. Als

Corona: Barrierefreie Informationen für alle!

Welche Forderungen hat die #Risikopatient-Kampagne auch an die Politik?   S.K.: Barrierefreier Zugang zu allen Informationen zum Corona-Virus, welche derzeit laufend aktualisiert werden, müssen für ALLE Menschen zugänglich sein. Es gibt ein Recht auf Gebärdensprache. Noch immer fehlen Gebärdendolmetscherinnen und  -dolmetscher in der Tagesschau und in allen Ansprachen der Bundesregierung im Fernsehen. Es

Die Internationale IKA mobilisiert weltweit

In unserem dreiteiligen Artikel ging Steff Brenner in Teil I der Frage nach, inwieweit sich syndikalistische Gewerkschaften auf die neue Situation eingestellt haben. In diesem Teil werden die Ereignisse und Aktionen der IKA-Gewerkschaften[ref]Internationale Konföderation der Arbeiter*innen https://www.icl-cit.org/, Gewerkschaftsinternationale in der auch die FAU organisiert ist[/ref] und ihrer Freund*innen in Griechenland,

Pandemisches Wohnen

Als ich hörte, dass mein Kumpel zwangsgeräumt wurde, ließ ich ihm ausrichten, er könne erstmal bei mir unterkommen. Jetzt hat das Jobcenter für die nächste Zeit geschlossen, er wird wohl eine Weile bei mir bleiben müssen. Mein Alltag als frisch coronabedingter Arbeitsloser heißt: drei Leute, 24 Stunden, 60 Quadratmeter Altbau.

Umgang mit der Corona-Krise – eine syndikalistische Zwischenbilanz

In unserem dreiteiligen Artikel geht Steff Brenner in Teil I und II der Frage nach, wie sich die syndikalistischen Gewerkschaften Deutschlands und der Welt mittlerweile auf die veränderten Umstände eingestellt haben. In einem letzten Artikel wird über die möglichen Entwicklungen, Handlungs- und Bündnismöglichkeiten in den nächsten Wochen spekuliert. Teil 1 –

Applaus ist nicht genug!

In Griechenland sind zehntausende Geflüchtete in Lagern unter unmenschlichen Bedingungen eingepfercht. Die europäische Solidarität, sprich Krankenhauskapazitäten, die Aufnahme von Geflüchteten, oder sonstige Hilfe, ist minimal bis nicht vorhanden. Inspiriert aus Italien und Spanien wird in den Massenmedien und über private Kanäle mobilisiert, jeden Abend um 21 Uhr auf die Balkone