Die Spuren weitergeben

Mit „Spuren der Solidarität“ erschien von Mitgliedern der IWW ein Buch, das sich sympathisch und tiefgehend mit den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte der basisdemokratischen Gewerkschaft IWW beschäftigt. Von „Spuren der Arbeit“ zu weiteren Reflexionen Schon mit „Spuren der Arbeit“ erschien 2021 von Mitgliedern der IWW[ref]Industrial Workers of the World, weltweite basisdemokratische Gewerkschaft,

Das Raumschiff unseres Allgemeinen Syndikats

Zweiter Teil der aktivismuskritischen Artikelserie "Lieber leben wir als Außerirdische" "Die meisten Arbeiter:innen haben heute wenig bis gar keine Erfahrung mit formaler, kollektiver Arbeitsplatzorganisation, Entscheidungsfindung und organisierten Kämpfen gegen ihre Chef:innen. Wir, die wir versuchen, unsere eigenen Erfahrungen mit dem Organisieren von erfolgreichen Kampagnen mit anderen zu teilen – egal ob

Salting-Tourist:innen

Erster Teil der aktivismuskritischen Artikelserie "Lieber leben wir als Außerirdische" "[D]ie Frage, 'was wir tun sollten', die sich revolutionär gesinnte Gruppen stellen, hängt im Allgemeinen von ihrer Position 'außerhalb' eines Arbeitsplatzes oder anderer Kampfsituationen ab. Der Möchtegern-Revolutionär hat das Bedürfnis, sich mit den direkt am Kampf Beteiligten, insbesondere 'den Arbeitern', auseinanderzusetzen,

Fred Thompson: Was bedeutet Machtausübung durch die Basis?

Wir Werktätigen wollen unsere Löhne erhöhen und unsere Arbeitszeit verkürzen. Wir wollen unsere Arbeitsplätze sicherer und weniger gesundheitsschädlich machen. Dort, wo wir unseren Lebensunterhalt verdienen müssen, soll es weniger unangenehm zugehen. Wenn wir erkennen, welchen Schaden das kapitalistische System uns zufügt, wollen wir es auch loswerden. Wir können all diese

Eine Antwort auf ”Direct Unionism” von John O’Reilly

Der nachfolgende Text[ref]http://recomposition.info/response-to-direct-unionism/[/ref] wurde 2012 auf der mittlerweile eingestellen Internetseite recomposition.info mit folgender Vorbemerkung veröffentlicht: "Dieser Beitrag stammt von unserem Freund und IWW-Mitglied John O'Reilly. John schreibt als Antwort auf das Diskussionspapier "Direct Unionism", das in IWW-Kreisen Gegenstand einiger Diskussionen war. Für diejenigen, die das Diskussionspapier noch nicht gelesen haben, ist

Spuren der Arbeit – Der Podcast

Dies ist ein persönlicher Erfahrungsbericht über schlechte Arbeitsbedingungen, eine Corona-Erkrankung, erste Arbeitskampferfahrungen und die Einladung, Euch unseren ersten DA-Podcast anzuhören.   Die Lohnarbeit und Covid-Erkrankungen Im April 2021 hatten nur wenige, ältere Menschen die Möglichkeit in den Genuss einer Impfung zu kommen. Ich zählte nicht dazu. Die Krankheit traf mich ungeschützt und heftig.

Geschichten aus dem Arbeitsalltag

Dass Arbeiter:innen unzensiert zu Wort kommen, war schon das Anliegen von Initiativen wie dem Werkkreis Literatur der Arbeitswelt in den 1970er Jahren. Damals wurden noch Bücher produziert, was oft zeitaufwendig war. In der digitalen Welt ist der Austausch schneller. Unter dem Titel systemrelevant.tv produziert Clemens Melzer seit der Corona-Pandemie Videos,

Build the Base – Build the Union

Im Sommer 2017 zog ich mit meiner jetzigen Frau und Fellow Worker[ref]Bezeichnung für Mitglieder der IWW, kommt am ehesten Genosse/Kollegin gleich[/ref] nach Richmond. Sofort nachdem wir ankamen und begannen die örtlichen Linken zu treffen, erfuhren wir, dass das Richmonder Syndikat der IWW nicht mehr bestand. Ich hatte das Gefühl, dass

Umgang mit der Corona-Krise – eine syndikalistische Zwischenbilanz

In unserem dreiteiligen Artikel geht Steff Brenner in Teil I und II der Frage nach, wie sich die syndikalistischen Gewerkschaften Deutschlands und der Welt mittlerweile auf die veränderten Umstände eingestellt haben. In einem letzten Artikel wird über die möglichen Entwicklungen, Handlungs- und Bündnismöglichkeiten in den nächsten Wochen spekuliert. Teil 1 –

Ein Rebellenlied von Liebe und Hass

In ganz Irland sind ungezählte Straßen nach ihm benannt, dazu die bekannte Bahnstation in Dublin, ein Denkmal gibt es ebenfalls in der irischen Hauptstadt, ein weiteres in Belfast, selbst jenseits des Atlantiks in New York und Chicago erinnert sein freundliches, pausbackiges Gesicht in Stein verewigt an den Mann, nach dem