Skizze eines konstruktiven Sozialismus (Teil 1)

Wenn die Krise auch nicht viel Gutes gebracht hat, so doch zumindest, dass in der Linken ein Umdenken begann. Bereits 2009 wurde in der Direkten Aktion festgestellt, dass Klassen- und Transformationspolitiken wieder im Kommen sind.[ref]Siehe Holger Marcks, »Das Langweiligste der Welt: Die Gewerkschaft als Mittel der Transformation. Zur Theorie der

Taylorismus 3.0

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Länder und Kommunen erkennen zunehmend die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft“, ist auf der Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zu lesen. Nicht nur Politiker, auch Unternehmen schauen heute gebannt auf diese vermeintliche Wachstumsbranche, die sich vor allem aus Freelancern, so genannten Soloselbständigen, zusammensetzt, von Künstlerinnen über Texter bis

Unter Deutschen

Deutschland klopft sich auf die Schulter. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise seien hier kaum spürbar. Im Gegenteil: die Wirtschaft melde Konjunktur und neue Arbeitsplätze. Kanzlerin Merkel behauptet sogar, Deutschland stünde „so gut wie lange nicht“ da. Während in anderen Ländern soziale Kämpfe aufbrachen, gilt die BRD als Hort des sozialen Friedens.

Wir zahlen für ihre Krise

Es könnte packendes Kino sein: Digital boys mit bewaffneten Pick-Ups im Wüstenkrieg, atomar verseuchte Küstenregionen, Klimawandel und Hungersnöte, brennende Großstadtschluchten und Robocops an der Themse, irre Nazi-Terroristen und private Söldnerheere... Nun scheinen doch jene dystopischen Szenarien fast Wirklichkeit geworden zu sein, die in den 80ern das Bild der Zukunft prägten.

Fit durch die Quadrate

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Im Herzen Mannheims, jenseits der berüchtigten Quadratstraßen, liegt der Jungbusch, das Arbeiter- und Migrantenviertel schlechthin in der Industriestadt. Und mittendrin der „Arbeitersportverein“ (ASV), in dem sich neuerdings auch eine FAU-Initiative trifft. Die DA war neugierig, was es mit dem Verein auf sich hat, und sprach mit Anne vom Organisationskomitee. „Arbeitersportverein“ –

Wettbewerb total

Es ist wieder Fußball-WM in Deutschland, diesmal der Frauen. Ein kleines „Sommermärchen“ hat es zu sein, wie schon bei den Männern 2006, als die Republik in nationalistischer Euphorie taumelte. Und noch einen anderen Herzenswunsch scheinen die MacherInnen zu hegen: den verwertungs- und imagemäßigen Durchbruch des Frauenfußballs. Tatsächlich wächst im DFB

Arbeitsmigration von innen

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Viel wird derzeit wieder geredet über Arbeitsmigration, sei es mit Blick auf Arbeitskräfte aus Osteuropa, sei es im Kontext der aktuellen Flüchtlingswelle aus Nordafrika. Auch die sog. Wirtschaftsflüchtlinge aus den Schwellenländern waren in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Debatte geraten. Fast schon beiseite geschoben wurden dabei jene,

Ein Mordsstoff

In Gedenken an die Opfer der Arbeit findet weltweit am 28. April erneut der Workers’ Memorial Day statt. Seit seiner erstmaligen Begehung in den 1980ern gehören die mörderischen Auswirkungen von Asbest zu dessen vorrangigen Themen. Immerhin sind Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge 125 Mio. Menschen am Arbeitsplatz dieser Substanz ausgesetzt;

Editorial

Hosianna, die Despoten haben die Spendierhosen an! Der Scheich von Kuwait beschenkt jeden Staatsbürger mit 1.000 Dinar und Nahrungsmitteln, und der saudische Regent macht satte 35 Mrd. Dollar für Gehaltserhöhungen und die neue Arbeitslosenhilfe locker. Auch in Deutschland gibt sich der Neuadel mildtätig: Der Regelsatz für HartzIV-EmpfängerInnen wird endlich erhöht

Der rote Faden

1966: Ein Gruppe von Transfrauen, darunter einige SexarbeiterInnen, verursachen einen Aufruhr in einer Cafeteria in San Francisco, als ein Polizeibeamter eine von ihnen verhaften möchte. 1967: 42 Bunnies aus dem New Yorker Playboy Club lancieren den „Bunny Strike“, nachdem die Verhandlungen über einen Kollektivvertrag gescheitert sind. 1969: Eine Polizeirazzia in der New Yorker Christopher Street, bekannt für sein Klientel aus