Hände weg von Vio.Me

Der seit 2011 von den Arbeiter*innen besetzten und seit 2013 in Selbstverwaltung betriebenen Fabrik Vio.Me (Viomichanikí Metallevtikí) in Thessaloníki droht seit längerer Zeit die Zwangsversteigerung. In den vergangenen zwei Jahren gelang es mehrmals, mit Blockaden und Kundgebungen im Gerichtsgebäude die Versteigerungstermine zum Scheitern zu bringen. Seit dem 25. Oktober 2018

Griechenland – Erneute staatliche Angriffe auf besetzte Zentren

In der westgriechischen Kleinstadt Agrínio stürmten MAT-Sondereinsatzkommandos der Polizei den besetzten anarchistischen Treffpunkt, traten Türen ein und zertrümmerten die Einrichtung. Am 15. März kappten Mitarbeiter der städtischen Wasserwerke Athens unter Polizeischutz die Wasserzufuhr des besetzten Theaters Embrós. Als "Fortsetzung der polizeilichen Erstürmung und Räumung der legendären Villa Amalías" im Dezember

Der autoritäre Syriza-Staat in Griechenland

Kurz vor Weihnachten des letzten Jahres hatte die griechische Regierung mit einer einmaligen Zahlung rund 617 Millionen Euro an ca. 1,8 Millionen arme Rentner und Rentnerinnen verteilt. Viele dieser RentnerInnen, die oft weniger als 500 Euro im Monat bekommen, finanzieren damit noch ihre arbeitslosen Kinder und Enkelkinder. Sogar den offiziellen Daten der griechischen Statistikbehörde Elstat

Neuwahlen nach Griechenlands Unterwerfung

Nach über 24-stündiger Debatte stimmte das griechische Parlament in den frühen Morgenstunden des 14. August 2015 der Unterwerfung des Landes unter das Diktat der Gläubiger zu. Mit 222 Ja-Stimmen, 64 Nein-Stimmen, elf Enthaltungen und drei Abwesenden wurde das dritte Sparmemorandum mit großer Mehrheit angenommen. In Athen hatten erneut Tausende gegen

Grexit – or not?

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Auch drei Monate nach dem Machtwechsel in Athen und der Regierungsübernahme durch die Querfront-Koalition aus Syriza (Allianz der radikalen Linken) und Anel (Unabhängige Griechen) hat sich die Aufregung nicht gelegt. Kaum hatte die neue griechische Regierung Ende Februar den drohenden Finanzkollaps abgewendet, drohte Ende März das nächste Desaster. So schnell

Linke Regierung? Die gesellschaftlichen Kämpfe gehen weiter!

Die Regierungsübernahme Syrizas (Allianz der radikalen Linken) sorgte bei deutschen Linken für Jubel. Wer gesellschaftlichen Wandel oder ein emanzipatorisches Projekt erwartet, wird jedoch ein braunes Wunder erleben. Nach der Einigung von Parteichef Aléxis Tsípras mit Pános Kamménos, dem Gründer der nationalistisch-populistischen Néa Dimokratía-Abspaltung Anel (Unabhängige Griechen), warnen griechische Genoss_innen vor

Teilerfolg für die selbstverwaltete Vio.Me

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„Die Entscheidung des Gerichts zur Einsetzung einer Übergangsgeschäftsführung bei Vio.Me (Viomichanikí Metalleftikí) gibt uns Arbeitern recht“, betont die Basisgewerkschaft von Vio.Me in ihrer Erklärung vom 31. Juli 2014. Als vorläufige Geschäftsführung für die nächsten fünf Monate wurden eine Vertrauensperson der Arbeiter_innen und zwei Personen aus einer Liste des Amtsgerichts Thessaloníki

„Wenn ihr nicht könnt, wir können!“

Die durch die Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF forcierte soziale Zertrümmerung Griechenlands schreitet voran. Entlassungen, Firmenschließungen, staatliche Kürzungen und verschärfte Repressionen gegen alle, die sich wehren, bestimmen den Alltag. Tausende kleine und mittlere Unternehmen sind bankrott und die Städte gekennzeichnet durch leere Schaufenster und Betriebe. Die Rechnung zahlen vor

70 Tage selbstverwaltetes Staatsfernsehen

Nach mehr als zwei Monaten selbstverwaltetem Radio- und Fernsehprogramm intensiviert die griechische Regierung ihre Spaltungsversuche gegenüber den ehemaligen Angestellten der öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalt ERT. Am 2. August 2013 gab sie erst die Verlängerung der Bewerbungsfristen für die von ihr ausgeschriebenen 589 Arbeitsplätze in der neu zu gründenden staatlichen Rundfunkanstalt

Die kapitalistische Junta schreitet voran!

Dass demokratische Grundrechte im zunehmend autoritären Kriseneuropa immer weniger gelten, ist bekannt. In Griechenland greift die Regierung aus konservativer Néa Dimokratía, sozialdemokratischer Pasok und Dimar (Demokratische Linke) zur Zerschlagung von Streiks nun auf Gesetze der Militärdiktatur (1967–1974) zurück. Nach den rassistischen Massenverhaftungen, den Folterungen und tausenden Abschiebungen von MigrantInnen seit